AfD Fraktion Herzogtum Lauenburg Leserbriefe Raubbau an den Kreisforsten?

Raubbau an den Kreisforsten?

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Leserbrief zum Beitrag am 23.01.2021: Raubbau an den Kreisforsten?

 Es ist interessant, dass nun gerade Die Linke im Kreistag zu den Kreisforsten eine Expertenmeinung abgibt, hat man doch bei diversen Sitzungen und Exkursionen zu dem Thema durch Abwesenheit geglänzt. Auch das umfassende Gutachten vom Herbst 2020 wurde offenbar nicht richtig interpretiert und nur der Aspekt des Holzeinschlags als möglicher „Kahlschlag“ skandalisiert. Grundlage der Aussage des Gutachtens ist der ökologische Umbau der Kreisforsten zu mehr Diversivität und Widerstandsfähigkeit der Bäume. Dazu gehört der Rückbau der standsortfernen Fichte, die Verschiebung bei den holzwirtschaftlich wichtigen  Baumarten von der Buche hin zu den auch mehr Wärme liebenden  Eichenarten und die Förderung anderer besonders heimischer Laubbaumarten wie Eschen, Birken, oder auch Linden, die in früheren Wärmeperioden sehr gute Mischwälder gebildet hatten. Den Holzeinschlag betreffend hat der Holzvorrat sich seit der letzten Begutachtung erheblich erhöht. Um den Wald umzubauen, braucht es zudem lichtererFlächen, um eine Naturverjüngung erfolgreich zu erzielen. Vor  diesem Hintergrund ist es geboten, den Einschlag pro Jahr für einige Zeit von 50.000 auf 60.000 bis 70.000 Festmeter zu erhöhen. In den Köpfen einiger selbsternannter Ökologen spukt auch immer wieder die Idee von Urwäldern herum, die gänzlich  sich selbst überlassen werden. Da hat man offensichtlich die dichten Tropenwälder vor Augen. Hier in Mitteleuropa waren aber Urwälder nie dicht, sondern stark aufge- lockert mit vielen von Wind und Wetter gezeichneten, oft krüppeligen, Altbäumen, etwa Eichen und dazwischen größere Kahlfächen mit Pionierarten wie Schlehen, Birken oder Ahorn und dazwischen eine mäßige Naturverjüngung mit starken Verbissschäden durch Rot-, Reh- und Schalenwild oder sogar Rinder und Schafe. Ein Hochwald, wie er auch von den Menschen zur Erholung geliebt wird, war das jedenfalls nicht. Und wollen wir einen solchen „Wald“ auch ganz ohne forstliche Nutzung wirklich? 

Für die Fraktion der AfD im Kreistag
Herzogum Lauenburg
Dr. Holger G. M. Stienen

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Hinsichtlich Ihres heutigen Artikels zum Zustand der Kreisforsten möchten wir ergänzend erwähnen ,dass der Gutachter im Fachausschuss auch davon sprach, dass sich, wenn auch auf noch nierigem Niveau, Ahorn vermehrt